Biografie Familie Parth

Tradition ist nicht die Anbetung der Asche,
sondern die Weitergabe des Feuers.
(Jean Jaurès, franz. Politiker)

Dieses Feuer ist bei der Familie Parth bereits seit Generationen spürbar. Sind die Familienmitglieder doch Gastgeber aus Tradition und Leidenschaft.

Katharina Parth

Begonnen hat diese Leidenschaft vermutlich mit Katharina Parth. Es wird gemunkelt, sie wäre die erste emanzipierte Frau des Paznaun gewesen. Sie wurde 1881 als Katharina Mattle in Galtür geboren. Ihr beruflicher Werdegang führte sie von Ischgl über Meran bis hin zur Stüdlhütte am Großglockner. Diese konnte sie nach einiger Zeit als Pächterin übernehmen. Mit der Payerhütte am Ortler sollte eine zweite Hütte folgen. Unnötig zu erwähnen, dass eine Frau im alpinen Raum, die unverheiratet und selbständig ein Unternehmen führt, zu Beginn des 20. Jahrhunderts einer Sensation glich. Ihr Wunsch, sesshaft zu werden und eine Familie zu gründen, führte in weiterer Folge dazu, dass sie an der Stelle des heutigen Hotel Yscla 1927 ihre erste Pension eröffnete. Damals das erste Gästehaus der Region, in dem jedes Zimmer über fließendes und warmes Wasser verfügte. Katharina Parth wurde 100 Jahre alt.

OSR Dir. Josef (Pepi) Parth

Ihr Sohn, OSR Dir. Josef (Pepi) Parth erblickte 1921 das Licht der Welt. Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ er sich zum Lehrer ausbilden und war viele Jahre als Direktor der Volksschule in Ischgl tätig. Überlieferten Erzählungen zufolge soll ihm bei dieser Tätigkeit Wissensvermittlung, Zucht und Ordnung wichtiger gewesen sein als seine persönliche Beliebtheit. Wie seine Mutter war aber auch Peppone nie um einen humoristischen Kommentar verlegen. „Ich war gern Lehrer, würde es aber nicht mehr werden wollen“ soll er beispielsweise von sich gegeben haben. Seine Frau Ella, aufgewachsen im Gasthof Zeinis, brachte nicht nur umfangreiche Erfahrung im Gastgewerbe, sondern auch die notwendige Stärke mit, um an der Seite eines umtriebigen und erfolgreichen Mannes zu reüssieren. Was ein echter Parth ist, gibt sich mit nur einem Job nicht zufrieden. So war Josef Parth unter anderem auch als Organist, Obmann der Musikkapelle, Spielleiter, Gemeinderat, Vorstand und Aufsichtsrat der Silvrettaseilbahn AG und Fremdenverkehrsverbands-Geschäftsführer bzw. -Obmann tätig. Auch gründete er die noch heute erscheinende Gemeindezeitung „Schnerfr“. Ischgl dankte ihm seinen großen und vielfältigen Einsatz mit dem Ehrenring der Gemeinde. Er selbst betrachtete aber seine Frau Ella sowie seine beiden Töchter und vier Söhne als seine größten und wichtigsten Errungenschaften.

Alfons Parth

Was seinen Einsatz für die Tourismusbranche anbelangt, steht Alfons Parth seinem Vater in nichts nach. Nach intensiven und arbeitsreichen Jahren im Ausland und im elterlichen Betrieb übernimmt er gemeinsam mit seiner ebenfalls aus einer langjährigen Gastgeberfamilie stammenden Frau Maria-Odile im Jahr 1990 das Hotel Yscla. In den vergangenen Jahrzehnten hat er seinen Betrieb vom Gasthof in ein Boutique Hotel verwandelt. Qualität und Dienstleistung standen dabei für ihn stets an erster Stelle. Aber nicht nur das Bemühen um sein eigenes Unternehmen zeichnet Parth aus, sondern auch die professionelle Weiterentwicklung und Spitzenstellung von Ischgl war und ist ihm ein großes Anliegen. So war er als Tourismusverbandsobmann mehr als drei Jahrzehnte für die Geschicke seiner Heimat verantwortlich und trug maßgeblich zu Ischgls Entwicklung zur internationalen Marke bei. Von seinem umfangreichen Know-How, starken politischen Kontakten und seiner Beharrlichkeit konnten etliche weitere von ihm geführte Gremien wie der Verein der Ischgler Tourismusunternehmen oder der Verein der Tiroler Tourismusverbände profitieren.

Im Rahmen der Verleihung des Ehrentitels Kommerzialrat 2019 hält die Wirtschaftskammer fest, dass der Aufschwung Ischgls untrennbar mit Alfons Parth verbunden ist.

Benjamin Parth

Apropos Aufschwung: Das Yscla mit dem hauseigenen Gourmetrestaurant Stüva gilt bereits seit Jahren als eine der feinsten Adressen Österreichs. Verantwortlich dafür zeichnet Alfons Parths Sohn Benjamin. All seine Auszeichnungen aufzuzählen, würde diesen Rahmen sprengen. Als einst jüngster Haubenkoch Österreichs darf er trotz seiner jungen Jahre bereits auf etliche Karriere-Highlights zurückblicken: Koch des Jahres 2019, Mitglied der exklusiven Restaurantvereinigung „Les Grandes Tables du Monde“, „Young Chef Award 2020“ des französischen Restaurantführers „La Liste“, und viele mehr. Parth bezeichnet seinen eigenen Stil als „Französische Klassik modern interpretiert, puristisch und weltoffen“. Die Liebe zum Beruf wurde im sprichwörtlich in die Wiege gelegt. Gern erinnert er sich doch immer wieder an erste Käseknödel-Kochversuche mit Nona Ella, die er als phänomenale Köchin bezeichnet. Auch Irma, die Großmutter mütterlicherseits, hat mit ihren Backwaren einen bleibenden Eindruck bei dem jungen Starkoch hinterlassen. Ihre Nussschnecken und Linzer Torten stuft er sogar als die besten der Welt ein. „Meine Großmütter haben immer hart gearbeitet, fanden aber dennoch stets Zeit für ihre Enkel“, so Parth.
Benjamins jüngerer Bruder David hat trotz absolvierter Ausbildung in der Villa Blanka sein Augenmerk auf die Wirtschaftsinformatik gelegt.

Sarah

Mit Benjamin ist das Yscla aber in guten Händen. Vor allem, da er – wie zuvor sein Vater und sein Großvater – das große Glück hat, in Sarah eine Partnerin zu finden, die seine Leidenschaft nicht nur versteht, sondern auch teilt. Schließlich ist sie selbst vielfach ausgezeichnete Gastgeberin. So ist sie nicht nur die einzige ASI-Sommelière in Österreich, sondern mittlerweile als Maître d’Hotel auch die Hauptverantwortliche für das Wohl der Gäste. Die geborene Pettneuerin teilt ihre Passion für das Skifahren mit ihren berühmten Cousins, den Matt-Brüdern, ihres Zeichens Olympiasieger und Weltmeister.

Clara, die Tochter von Sarah und Benjamin, ist der jüngste Spross aus dem Hause Parth und die Chancen stehen gut, dass auch sie die Gastgeber-Tradition fortführen wird.

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