Benjamin Parth

Weltoffen, frech und nicht alltäglich, garniert mit einer kräftigen Brise Fantasie: So lässt sich das Erfolgsrezept von Küchenchef Benjamin Parth beschreiben. Am 14. September 2018 wurde er vom Gault&Millau mit dem Titel „Koch des Jahres 2019“ ausgezeichnet.
Benjamin-Parth_01_Koch-des-Jahres-2019_c_ProMedia5
FL1A7238
benjamin-parth-ischgl
sarah-benjamin
benjamin-parth-witzigmann

Benjamin Parth, Küchenchef im Hotel YSCLA und dem hauseigenen Gourmetrestaurant Stüva in Ischgl, ist unter Genießern längst kein Unbekannter mehr, mischt er doch seit Jahren im Konzert der österreichischen Kochgrößen eindrucksvoll mit. Dies spiegelt sich nicht zuletzt in den Auszeichnungen des ehemals „jüngsten Haubenkochs Österreichs“ wider: Drei Hauben im Gault&Millau 2019, fünf Sterne im Guide A la Carte 2019 und vier Gabeln im aktuellen Fallstaff Restaurantguide sprechen für sich. Höhepunkt seiner bisherigen Karriere ist die Auszeichnung zum „Gault&Millau Koch des Jahres 2019“.

Auszeichnungen

Benjamin Parth zur Auszeichnung „Koch des Jahres 2019“:

„Diese Auszeichnung ist zweifelsohne das Highlight meiner bisherigen Karriere. ‚Koch des Jahres‘ ist eine einmalige Auszeichnung und für mich und mein Team eine phänomenale Bestätigung. An dieser Stelle gilt es vor allem Dank zu sagen, in erster Linie unseren Gästen, die unsere Entwicklung – Haube für Haube – miterlebt und ermöglicht haben. Als begeisterter Snowboarder liegt für mich ein Vergleich nahe: Jeder Sportler will bei Olympia nicht nur dabei sein, sondern ganz oben stehen. Von daher ist diese Auszeichnung gewissermaßen ein Etappensieg auf dem Weg zu unserem wirklich großen Ziel: der vierten Haube.“

GELERNT BEI DEN BESTEN: VON ISCHGL IN DIE WELT UND WIEDER RETOUR

„Jeden Tag besser werden“ war von Anfang an das Credo von Benjamin Parth. Auf diese Weise ist es dem talentierten Paznauner binnen weniger Jahre gelungen, zur Kochelite der österreichischen Gourmet-Gastronomie aufzuschließen: Im Jahr 2009 wurde er im Alter von 19 Jahren mit seinem Gourmetrestaurant Stüva erstmals in der österreichischen Ausgabe des Gault&Millau gelistet – damals mit einer Haube (14 Punkte), womit er als „jüngster Haubenkoch Österreichs“ galt. Nach den Lehrjahren bei Heinz Winkler in Aschau im Chiemgau (DE) führte die berufliche Laufbahn des ambitionierten Tirolers unter anderem nach Wolfsburg (DE), wo er bei Sven Elverfeld im Restaurant „Aqua“ tätig war. Weitere markante Stationen seiner Ausbildung waren das „Restaurant L’Univers“ von Christian Plumail in Nizza (FR), das „Restaurant Bind“ von Christian Bind in Krusa (DK), die „L’Auberge de l’Ill“ von Marc Haeberlin in Illhaeusern (FR) und das „Can Fabes“ in Sant Celoni (ES), wo er von Santi Santamaria lernte. Von seinen Auslandsaufenthalten in die Heimat zurückgekehrt, ist Benjamin Parth seit 2008 als Küchenchef im elterlichen Hotel YSCLA und dem dazugehörigen Gourmetrestaurant Stüva tätig.

Lebenslauf

Benjamin Parths Gourmetkonzept

.

Nie mehr als drei Geschmackskomponenten führt Benjamin Parth reduziert zu einem Gericht zusammen. Von Kritikern als „Meister der Suppen und Saucen“ bezeichnet, überzeugt Parth hinlänglich durch „puristische, klare Kreationen“ und „betörende Geschmacksdichte“, so ausgewählte Meinungen der Fachpresse. Bekanntheit und Renommee sind jedoch nicht zentrale Triebfedern für den zielstrebigen Koch aus Ischgl. Seine Leidenschaft für perfekte Produkte und mutige Kreationen treibt ihn an. „Weltoffen, frech und nicht alltäglich, garniert mit einer Brise Fantasie“, so beschreibt Benjamin Parth sein Konzept und betont: „Mein Team und ich arbeiten tagtäglich daran, die Gerichte zu perfektionieren, um unsere Gäste zu begeistern und zu überraschen.“

Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann über Benjamin Parth:

.

„Benjamin Parth gehört sicher zu den bemerkenswertesten Talenten, denen ich in den letzten Jahren begegnet bin. Das Niveau, auf dem in seinem Restaurant Stüva gekocht wird, überrascht mich immer wieder aufs Neue. Präsentation und Geschmack seiner Gerichte lassen keine Wünsche offen, Zusammenstellung und Vollendung seiner Kreationen müssen keinerlei Vergleiche scheuen. Hinzu kommt ein aufmerksamer und kompetenter Service, sowie eine interessante Weinkarte mit dem Schwerpunkt Österreich. Als Schirmherr des ‚Kulinarischen Jakobswegs‘ im Tiroler Paznaun hatte ich mehrfach die Gelegenheit Benjamin Parth in Ischgl zu treffen. Meine Gäste, darunter renommierte Kollegen aus allen Teilen Europas, waren wie ich immer beeindruckt von seinen Kreationen. Die Steigerung ist von Jahr zu Jahr zu erkennen und ich bin mir sicher, dass von diesem großen Talent noch vieles zu erwarten ist. Ich werde es mit großem Interesse verfolgen“